Wettkampf · 2 Min. Lesezeit · 30. August 2026
Kärnten läuft 2026: Mein 25. nationaler Titel
Kurz zusammengefasst
Ich bin bei Kärnten läuft in Klagenfurt in 1:12:32 österreichische Staatsmeisterin im Halbmarathon geworden – zwei Wochen nach dem EM-Marathon in Birmingham und direkt aus einem zehntägigen Höhentrainingslager in den Pyrenäen. Es war mein 25. nationaler Titel, in der Gesamtwertung wurde ich Dritte.
Fakten
- Zeit
- 1:12:32
- Platz
- Staatsmeisterin, 3. gesamt
- Zweite und Dritte
- Lemuela Wutz (1:18:55), Julia Bruhn (1:19:17)
- Bedingungen
- 24 bis 25 Grad, viel Sonne
- Titel
- 25. nationaler Titel, 3. Halbmarathon-Titel nach 2020 und 2021
- Ort
- Kärnten läuft, Klagenfurt
Warum bin ich so kurz nach der EM gestartet?
Ich bin direkt aus dem Höhentrainingslager nach Kärnten gekommen, ohne lange Umstellung und ohne besondere Vorbereitung auf dieses Rennen. Genau so wollte ich es haben: ein Wettkampf mitten im Training, als Teil des Weges.
Wie lief das Rennen in der Hitze?
Die Bedingungen waren fordernd: etwa 24 bis 25 Grad, dazu lange Abschnitte in der prallen Sonne. Bei solchen Temperaturen ist die reine Zeit nur die halbe Information. Man läuft anders, man teilt sich anders ein, man muss früher auf den Körper hören. Mit 1:12:32 bin ich unter diesen Umständen sehr zufrieden.
In der Gesamtwertung bin ich Dritte geworden, hinter Janet Riguru (1:09:22) und Jedidah Chepkemoi Sang (1:10:07). Gegen Ende konnte ich mich noch von zwei Läuferinnen aus Kenia lösen und lag im Ziel vor Mercy Nelima (1:12:42) und Jecinta Mwende Kamau (1:12:59). Diese letzten Kilometer sind der Teil, auf den ich am meisten stolz bin. Genau dort entscheidet sich, ob die Arbeit der letzten Wochen trägt.
Was bedeuten 25 Titel für mich?
Es war mein 25. nationaler Titel und nach 2020 und 2021 mein dritter Sieg bei einer Staatsmeisterschaft im Halbmarathon. Meinen ersten Titel habe ich neun Jahre davor auf der Bahn über 5.000 Meter gewonnen.
Solche Zahlen sage ich sonst selten laut. Aber sie erzählen etwas, das mir wichtig ist: Ich bin erst Mitte zwanzig zum Laufen gekommen, aus dem Fußball, ohne Plan und ohne Erwartung. Was daraus geworden ist, war nie das Ergebnis eines einzelnen guten Tages, sondern von vielen Jahren konsequenter Arbeit. Entwicklung braucht Zeit, und sie braucht Menschen, die mitgehen.
Bericht auf RUNUP.
Wie ging es weiter?
Eine Pause gab es keine. Drei Wochen später folgte der Halbmarathon bei der Straßenlauf-WM in Kopenhagen, danach eine dichte Wettkampfserie bis zum Marathon in Valencia im Dezember. Klagenfurt war ein wichtiger Zwischenschritt: kein Höhepunkt, sondern ein Formcheck unter schwierigen Bedingungen. Danke an alle, die an der Strecke gestanden sind.
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